Kategorien
Allgemein IT-Service IT-Sicherheit Technologie

Lange bevor Begriffe wie Low-Code oder Rapid Application Development populär wurden, ließen sich mit Access bereits datengetriebene Geschäftsanwendungen vergleichsweise schnell entwickeln, mit Tabellen und Abfragen ebenso wie mit Formularen, Berichten und individueller Programmlogik.
Viele Unternehmen verfügen noch über Access-Anwendungen, die über Jahre gewachsen sind und teilweise wichtige Geschäftsprozesse unterstützen.
Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Access ist alt, moderne Anwendungen entstehen heute mit anderen Technologien.
In der Praxis ist es differenzierter.
Besonders Access als Frontend in Verbindung mit SQL Server kann weiterhin eine sinnvolle Architektur sein. Gleichzeitig eröffnen SharePoint, Dataverse und die Power Platform neue Möglichkeiten, bestehende Anwendungen gezielt zu ergänzen oder schrittweise zu modernisieren.
Auch im Zusammenspiel mit modernen Plattformen kann Access weiterhin ein nützliches Werkzeug sein. Bei größeren Aktualisierungen von Daten in SharePoint-Listen oder Dataverse können Access-Abfragen mit integrierter Geschäftslogik sehr effizient sein. Je nach Anwendungsfall lässt sich eine solche Lösung deutlich schneller umsetzen als ein entsprechender Prozess mit Power Automate.
Access lässt sich dabei durchaus als pragmatisches Werkzeug verstehen, das auch in modernen IT-Landschaften im Alltag gute Dienste leisten kann.
Aus meiner Sicht sollte deshalb nicht die Technologie allein über die Zukunft einer Anwendung entscheiden.
Wichtiger sind Fragen wie:
• Welche Prozesse bildet die Anwendung ab?
• Wo liegen die Daten?
• Welche Abhängigkeiten bestehen?
• Welche Funktionen werden tatsächlich genutzt?
• Was sollte erhalten bleiben?
• Was lässt sich sinnvoll durch moderne Microsoft-365- und Power-Platform-Technologien ergänzen oder ersetzen?
Nicht jede Access-Anwendung muss sofort migriert werden. Aber jede geschäftskritische Access-Anwendung sollte daraufhin geprüft werden, wie ihre Zukunft aussieht.
Genau darin liegt häufig die eigentliche Herausforderung: Bestand verstehen, Abhängigkeiten erkennen und daraus eine sinnvolle Modernisierungsstrategie entwickeln.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Spielt Microsoft Access in Ihrem Unternehmen noch eine Rolle oder wurde es bereits durch andere Lösungen ersetzt?
Wenn Sie vor der Frage stehen, wie eine bestehende Access-Anwendung weiterentwickelt werden kann, unterstützen wir Sie gerne: von der Analyse bestehender Anwendungen und ihrer Abhängigkeiten über eine Migration in Richtung Dataverse und Power Platform bis hin zu hybriden Lösungen, bei denen Access und Power Apps sinnvoll zusammenspielen.
Sprechen Sie uns gerne an.